INHOUSE-WORKSHOP FÜR FÜHRUNGSKRÄFTE UND PROJEKTTEAMS
Bessere Entscheidungen in Teams
Viele Stimmen machen noch keine gute Teamentscheidung. Frühe Meinungen und Hierarchie können wichtiges Wissen verdrängen.
Im Workshop erproben die Teilnehmenden einen klaren Entscheidungsablauf: mit unabhängigen Einschätzungen, Raum für Gegenargumente und einem dokumentierten Abschluss mit Verantwortung und nächstem Schritt.
Tagesworkshop · Inhouse
1 Workshoptag · bis zu 14 Teilnehmende
Für größere Gruppen stimmen wir Format und Konditionen individuell ab.
Vorgespräch, digitales Booklet und Werkzeugkarten inklusive
Vertiefungsimpulse im Anschluss
3.500 € pauschal*
Mit Dr. Oliver Schinnerl
Lektor an der Universität Graz, seit 2007 in Lehre und Erwachsenenbildung.
WARUM DIESER WORKSHOP?
Gute Teamentscheidungen entstehen nicht automatisch durch gute Zusammenarbeit.
Teams verfügen häufig über mehr Wissen als einzelne Personen. Trotzdem können frühe Meinungen, Hierarchie, Redeanteile oder der Wunsch nach schneller Einigkeit dazu führen, dass wichtige Informationen nicht in die Entscheidung einfließen. Gleichzeitig können mehrere Personen denselben Fall trotz gleicher Informationen und Kriterien sehr unterschiedlich beurteilen. Diese unerwünschte Streuung wird als Noise bezeichnet.
Der Workshop zeigt, wie Teamentscheidungen vorbereitet und moderiert werden können, damit unabhängige Einschätzungen erhalten bleiben, verteiltes Wissen sichtbar wird und begründeter Dissens einen produktiven Platz erhält. Die Teilnehmenden lernen, Noise von wertvoller Vielfalt zu unterscheiden, gemeinsame Kriterien zu nutzen und Entscheidungen klar abzuschließen.
FÜR WEN?
Der Workshop richtet sich an Führungskräfte, Projektverantwortliche und alle, die Entscheidungsbesprechungen vorbereiten oder leiten – einzeln oder als bestehendes Team. Im Mittelpunkt steht das Erproben der Werkzeuge an vorbereiteten Fällen.
Die Werkzeuge nehmen Sie direkt in Ihre nächste Besprechung mit – damit Sie schneller zu nachvollziehbaren, tragfähigen Ergebnissen kommen. Besonders dann, wenn eines dieser Muster vertraut klingt:
01
Die erste Meinung prägt alles Weitere
Spätere Beiträge orientieren sich an einer frühen Position, obwohl andere Informationen vorhanden wären.
02
Ähnliche Fälle werden sehr unterschiedlich beurteilt
Trotz vergleichbarer Informationen und Kriterien schwanken Einschätzungen stärker, als sachliche Unterschiede erklären können.
03
Wichtiges Wissen bleibt verteilt
Einzelne Personen verfügen über relevante Hinweise, bringen diese in der Diskussion aber nicht rechtzeitig ein.
04
Gespräche enden ohne klaren Abschluss
Nach dem Meeting bleibt offen, was entschieden wurde, wer verantwortlich ist und ob weiterverhandelt werden kann.
NUTZEN FÜR DIE ORGANISATION
Mehr Klarheit, die auch nach dem Workshop nutzbar bleibt.
Die Teilnehmenden erwerben eine gemeinsame, verständliche Sprache und können die Werkzeuge anschließend selbstständig in ihrem Verantwortungsbereich einsetzen.
✓ Teams nutzen vorhandenes Wissen besser, statt lediglich bereits geteilte Informationen zu wiederholen.
✓ Status, frühe Anker und dominante Redeanteile beeinflussen Entscheidungen weniger stark.
✓ Unerwünschte Urteilsstreuung wird sichtbar, ohne begründeten Dissens und fachliche Vielfalt wegzudrücken.
✓ Unterschiedliche Ansichten werden als Informationsquelle genutzt und nicht vorschnell als Störung behandelt.
✓ Besprechungen enden häufiger mit einem nachvollziehbaren Ergebnis und klaren nächsten Schritten.
INHALTE
Womit sich die Teilnehmenden konkret beschäftigen.
Der Workshop verbindet verständliche Grundlagen mit typischen Situationen aus dem Führungs- und Arbeitsalltag. Die einzelnen Themen bauen aufeinander auf, ohne einen starren minutengenauen Ablauf vorzugeben.
01
Entscheidungsauftrag und Rollen klären
Die Teilnehmenden legen vor einer Besprechung fest, welche Frage entschieden wird, wer entscheidet, wer Beiträge liefert und nach welcher Regel abgeschlossen wird.
03
Unabhängige Urteile schützen
Sie lernen Verfahren kennen, mit denen erste Einschätzungen gesammelt werden, bevor Status, Anker oder Gruppendruck sie beeinflussen.
05
Dissens produktiv gestalten
Sie erproben Rollen und Gesprächsregeln, durch die Gegenargumente erwünscht werden, ohne einzelne Menschen dauerhaft zu Kritikern zu machen.
02
Unnötige Urteilsstreuung sichtbar machen
Sie erleben in einem kurzen Noise-Check, wie stark Urteile zum gleichen Fall streuen können. Anschließend unterscheiden sie unterschiedliche Informationen, Werte und Fachperspektiven von tatsächlich unerwünschter Inkonsistenz.
04
Verteiltes Wissen sichtbar machen
Sie strukturieren Informationen so, dass nicht nur bereits Bekanntes wiederholt wird, sondern auch einzigartige Hinweise in die Entscheidung einfließen.
06
Entscheidungen verbindlich abschließen
Sie halten Ergebnis, Gründe, Einwände, Verantwortung, nächsten Schritt und Zeitpunkt einer Überprüfung so fest, dass keine Scheineinigkeit entsteht.
DANACH PRAKTISCH KÖNNEN
Was die Teilnehmenden nach dem Workshop besser können.
Die Lernziele beschreiben keine Fachbegriffe, sondern Fähigkeiten, die sich unmittelbar auf typische Entscheidungssituationen übertragen lassen.
01
Sie gestalten Besprechungen von der Entscheidungsfrage und nicht von einer offenen Diskussion her.
02
Sie erkennen unerwünschte Urteilsstreuung und verwechseln sie nicht mit begründetem Dissens oder wertvoller Vielfalt.
03
Sie schützen unabhängige Einschätzungen, bevor sich die Gruppe auf eine Richtung festlegt.
04
Sie bringen verborgenes und verteiltes Wissen systematischer in die Entscheidung ein.
05
Sie ermöglichen begründeten Widerspruch, ohne Zusammenarbeit oder Beziehungen unnötig zu belasten.
06
Sie schließen Entscheidungen so ab, dass Ergebnis, Verantwortung und nächste Schritte klar sind.
WERKZEUGKASTEN
Werkzeuge, die bei konkreten Entscheidungen weiterhelfen.
Jedes Werkzeug beantwortet eine praktische Frage. Die Bezeichnung ist zweitrangig; entscheidend ist, wozu es die Teilnehmenden im Arbeitsalltag befähigt.
01
Unnötige Urteilsstreuung erkennen
Mehrere Personen beurteilen denselben Fall zunächst unabhängig. Die sichtbare Streuung wird anschließend nach Information, Kriterien, Werten und möglichem Noise untersucht.
Werkzeug: Noise-Check
02
Besprechungen mit einem klaren Auftrag beginnen
Frage, Entscheidungsrecht, benötigte Beiträge, Reihenfolge und Abschlussregel werden vor dem Austausch geklärt.
Werkzeug: Meetingvereinbarung
03
Unabhängige Einschätzungen erhalten
Kurze stille Einzelarbeit verhindert, dass die erste Wortmeldung sofort zum Anker für die gesamte Gruppe wird.
Werkzeug: Still zuerst
04
Verteiltes Wissen zusammenführen
Eine Informationslandkarte trennt allgemein Bekanntes von Hinweisen, die nur einzelne Personen besitzen.
Werkzeug: Informationslandkarte
05
Gegenargumente ausdrücklich ermöglichen
Eine wechselnde Dissensrolle schafft Raum für Einwände, ohne Menschen auf eine oppositionelle Rolle festzulegen.
Werkzeug: Dissensrolle
06
Entscheidungen sauber abschließen
Ein kurzes Protokoll hält Ergebnis, Gründe, relevante Einwände, Verantwortung und nächsten Schritt fest.
Werkzeug: Entscheidungsabschluss
SO WIRD GELERNT
Verstehen. Ausprobieren. Sicherer anwenden.
Aus vielen Jahren in Lehre und Training weiß ich: Menschen behalten ein Modell nicht allein deshalb, weil es gut erklärt wurde. Sie müssen erleben, welchen Unterschied es in einer konkreten Situation macht.
Deshalb werden die Inhalte verständlich vermittelt, an anschaulichen und teilweise überraschenden Beispielen sichtbar gemacht und anschließend praktisch angewandt. So entstehen Aha-Momente, die nicht nur Wissen vermitteln, sondern mehr Handlungssicherheit für den Arbeitsalltag schaffen.
01
Verständliche Impulse
Die Teilnehmenden erhalten so viel Theorie wie nötig, in einer Sprache, die ohne fachliches Vorwissen zugänglich bleibt.
02
Konkrete Anwendung
Übungen und typische Entscheidungssituationen machen die Modelle praktisch erfahrbar und zeigen ihren Nutzen ebenso wie ihre Grenzen.
03
Eigener Werkzeugkasten
Die Teilnehmenden übertragen das Gelernte auf ihren Alltag und erhalten übersichtliche Arbeitsunterlagen zum späteren Nachschlagen.
KLARE INHALTE, PASSEND GERAHMT
Der Kern des Workshops steht fest.
Inhalt, Lernziele und Kernwerkzeuge bilden ein fest konzipiertes Standardangebot. Im kurzen Vorgespräch stimmen wir Zielgruppe, Beispiele und organisatorischen Rahmen ab. Die Teilnehmenden üben an vorbereiteten Fällen. Eigene, anonymisierte Beispiele können freiwillig einbezogen werden. Tagesstart und Pausen werden gemeinsam abgestimmt.
Im Tagesworkshop enthalten
✓
Ein kurzes Vorgespräch klärt Zielgruppe, Anlass und organisatorischen Rahmen.
✓
Die Teilnehmenden erleben einen vollständigen Workshoptag mit verständlichen Impulsen und praktischer Anwendung.
✓
Alle Teilnehmenden erhalten ein digitales Teilnehmerbooklet und passende Werkzeugkarten zum Nachschlagen.
✓
Einige Tage nach dem Workshop erhalten die Teilnehmenden eine kompakte Zusammenfassung und ausgewählte Vertiefungsimpulse.
HÄUFIGE FRAGEN
Was Auftraggebende vorab wissen möchten.
Passt dieser Workshop zu Ihrem Anlass?
NÄCHSTER SCHRITT
In einem kurzen Gespräch klären wir Zielgruppe, typische Herausforderungen und organisatorischen Rahmen. Danach erhalten Sie ein transparentes Angebot.
* Preise: Alle angegebenen Preise sind Endpreise. Gemäß der Kleinunternehmerregelung (§ 6 Abs. 1 Z 27 UStG) wird keine Umsatzsteuer berechnet. Reisekosten werden vorab gesondert vereinbart.